Die Charaktere      

von

Salutaris Mors

 

 

Morrigan Tir Aeda

Ich wurde als Tochter der weißen Zauberin Uathach und des ehrenwerten Druiden Taliesin in Eriu geboren. Ich war das Kind des Beltainefestes.

Meine Kinderjahre verbrachte ich bei meiner Amme Maine und ihrem Mann Ian, die einfache Bauersleute waren.

Schon früh fühlte ich mich zu dem dunklen Wald, der an den Ortsrand grenzte, und den Tieren angezogen. Wie selbstverständlich, sprach ich mit den Tieren und sogar die Wildesten wurden unter meiner Hand zahm. Mein ständiger Begleiter war ein schwarzer Wolf, den ich Fenris taufte. Meine Eltern wurde ich mit zunehmenden Alter immer unheimlicher.....

Eines Tages kam eine Gestalt auf einem grauen Ross auf unseren Hof geritten. Ich lief auf den Fremden zu und nahm das Pferd. Das Pferd war unruhig und tänzelte, ich schnaubte einige Worte und es beruhigte sich sofort. Der Fremde nahm seine Kapuze ab und entpuppte sich als zierliche rothaarige Frau mit grünen Augen.

Sie lächelte mich freundlich an und sagte: "Ich nehme an, Du bist Morrigan?"

"Ja", sagte ich: "So nennt man mich."

"Ich bin die Zauberin Uathnach, mein Kind." erwiderte sie und verschwand in unserem Bauernhaus. Lange sprachen meine Eltern mit ihr, ohne daß ich wußte um was es ging. Ich ging meinen Aufgaben auf dem Hof nach und rätselte was die Fremde wohl von meinen Eltern wollte. Nach einer Weile ging die Tür auf und ich wurde ins Haus gerufen. Meine Mutter Maine hatte vom Weinen geschwollene Augen.

"Setz dich, Morrigan. Wir müssen dir etwas erzählen.", sagte mein Vater Ian und deutete auf die Holzbank gegenüber.

Abwechselnd erzählten mir Maine, Ian und die Zauberin Uathnach wer ich wirklich war und welche Bestimmung auf mich warten würde. Ich sollte mit meiner leiblichen Mutter Uathnach nach Lon reisen und dort die Ausbildung zur Zauberin beginnen. So machten wir uns auf die lange Reise nach Lon, wo meine Mutter mit vielen Bginen zurückgezogen lebte und dem alten Glauben diente.

In den umliegenden Dörfern waren die weisen Frauen als Hexen verschrien und man fürchtete sich vor ihnen. Gleichzeitig nahmen die Dörfler aber ihre Hilfe als Hebammen und Kräuterkundige in Anspruch.

Meine Mutter lehrte mich den alten Glauben und die Kräuter und Arzneimittelkunde. Nach sechs Monden hatte sie mir alles beigebracht, was sie selbst wusste und ich machte mich auf die Reise zu meinen leiblichen Vater Taliesin, dem Druiden.

Von ihm lernte ich das alte Wissen der Druiden, Sternendeutung, Magie der Steine und das Borgen. Das Borgen ist eine Möglichkeit seinen Geist in den Körper eines Tieres zu transportieren.

Außerdem lernte ich von dem Druiden Taliesin noch verschiedene Instrumente, wie die Harfe und die Bodhrain und die alten magischen Gesänge.

Nach einigen Jahren Lehrzeit mußte ich mich auf die Wanderschaft machen, um bei anderen Magiern oder Druiden meine Ausbildung zu vervollkommen. So machte ich mich mit meinem Pferd Salem und Fenris, dem Wolf auf die Reise.

In einer großen Stadt wollte ich meine Vorräte an Kräutern und Tinkturen auffüllen. Auf dem Markt fand ich einen Stand mit den gesuchten Indegrentien. An dem Stand hielt sich noch eine Fremder auf, der wohl auch Kräuter kaufen wollte. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, daß er auch Magier war. Ich erzählte ihm wer ich sei und von meiner Aufgabe. Darauf fragte er, ob ich mich seiner kleinen Gruppe von Reisenden anschließen wolle und ich willigte ein. So wurde ich ein Mitglied von Salutaris Mors.