Die Charaktere      

von

Salutaris Mors

 

 

Eru


Mein Name ist Eru, geboren wurde ich vor vielen Jahren in einem kleinen Dorf in den Schattenwälder auf der dunklen Seite der Erde. Dort lebte ich in der Obhut meines Vaters, einem Elfenschmied. Wir lebten dort glücklich und zufrieden. Tagsüber arbeitete ich mit in der Schmiede meines Vaters, danach erlag ich meistens meinen größten Leidenschaften und veranstaltete mit meinen Freunden gerne kleine Wettkämpfe im Schwertkampf und Bogenschießen. Zugegeben ich war kein Meister in diesen Disziplinen, dennoch gab ich bei solchen Aktivitäten stets eine mehr oder weniger gute Figur ab. Wir lebten friedlich in unserer Gemeinschaft und dies wäre wohl auch Jahrhunderte so geblieben, wenn nicht eines Tages die Schergen des Herzogs Kardor in unser Dorf eingefallen wären. Sie töteten die meisten der Einwohner, auch mein Vater und viele meiner Freunde wurden ermordet. Die, die nicht nieder geschlachtet worden waren, wurden als Geiseln auf die Ländereien des Herzogs gebracht und dort als Sklaven gehalten. Aber ich und drei meiner Freunde hatten andere Pläne. Kurze Zeit nach unserer Gefangennahme nahmen wir einen günstigen Moment wahr um uns aus dem Staub zu machen. Wir durchquerten die Sümpfe bis wir zurück zu den Schattenwäldern gelangten. Wir schlugen uns einige Nächte durch zu dem, was einmal unsere Heimat war. Alles lag in Trümmern, die Toten lagen rings umher. Meine Kameraden schlugen vor Richtung Osten zu gehen und sich dort in einer anderen Stadt außerhalb der Wälder  niederzulassen, aber mir gefiel diese Idee nicht. Zu groß war meine Angst, dass auch diese Stadt erobert werden und ich dann unter den Toten weilen könnte. Also nahm ich Abschied von den Kameraden, suchte in meiner ehemaligen Behausung einige nützliche Utensilien heraus und begab mich tiefer in die Schattenwälder hinein. Nachdem ich mehrere Tage durch das Unterholz gewandert war, ohne genau zu wissen wo ich eigentlich hinwollte legte ich mich nieder, um ein wenig auszuruhen. Kaum war ich kurz vor dem einschlafen nahm ich wahr, wie sich etwas durch das Dickicht bewegte und kurz darauf  drei weitere Schatten die dem ersten folgten. Nun war ich neugierig geworden und folgte die Schatten mit etwas Abstand. Auf einer kleinen Lichtung machten die Schatten halt und ich konnte die  Kreaturen im Mondlicht sehen. Die eine war ein Mann in einem ledernen Harnisch und die anderen Dunkelelfen, 2 Krieger und ein Magierelf. Sie griffen den Mann an. Ich überlegte ob ich dem Mann helfen sollte oder nicht, alleine hätte er keine Chance. Ich war zwar kein ausgebildeter Krieger und ich könnte sterben, also nahm ich meinen Bogen, spannte ihn und erschoss den Magier. Völlig überrascht hielten die andere drei Geschöpfe inne und eine kurze Pause entstand die ich dazu nutzte um mein Schwert zu ziehen und den Drow entgegen zu rennen. Auch der Mann war überrascht aber zog sein Schwert und zusammen schlugen wir die Drow in die Flucht. Bei diesem Kampf hatte ich mehr Glück als Verstand, dennoch war ich schwer verletzt worden und wäre wohl in den tiefen Wäldern verblutet, hätte der geheimnisvolle Mann mir nicht geholfen. Er trug mich einige Zeit durch den Wald, welcher immer finsterer wurde, dann verlor ich das Bewusstsein. Ich wachte auf, umgeben von einigen Menschen und Elfen welche mich erleichtert begrüßten. Der Mann dem ich beigestanden hatte war ein Mitglied der Waldläufer, welche sich in den Schattenwäldern niedergelassen hatten. Schon in meiner Kindheit hatte man uns von dieser Gruppierung erzählt aber man hielt sie dennoch für einen Mythos. Jetzt war ich mitten unter ihnen. Da ich kein Zuhause mehr hatte, blieb ich nach meiner Genesung bei den Waldläufern und erlernte ihr Handwerk. Mehrere Jahre vergingen, bis ich eines Tages Cygan traf. Wir freundeten uns an und eines Tages entschieden wir uns die Waldläufer zu verlassen. Nachdem wir uns durch den Wald auf eine Straße durchgeschlagen hatten, folgten wir dieser bis zur nächsten Stadt.

Dort, just im diesem Augenblick wurde ein Magier von einigen Ganoven überfallen, so das Cygan  und ich diesem zu Hilfe eilten. Gemeinsam schlugen wir die Ganoven in die Flucht. Anschließend begaben wir uns in die stadteigene Taverne, da dort die restlichen Gefährten des Magiers warteten. Tarbos, so der Name des Magiers war Mitglied einer Abenteurergemeinde Namens Salutaris Mors, welche durch die Welt zog um immer wieder neue Abenteuer zu erleben. So schlossen Cygan und ich uns ihnen an, um ihnen bei zukünftigen Abenteuern beizustehen.